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Die Rettung der Ostsee: Eine aktuelle Herausforderung | Oktober 2008
   
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Die Rettung der Ostsee: Eine aktuelle Herausforderung | 19. Dezember 2008

Helsinki übernimmt eine aktive Rolle in der Entwicklung und
Bewahrung der Ostsee. Die nördlichste Hauptstadt der EU er-
greift die Initiative zur internationalen Kooperation zwischen
allen Anrainerstaaten. Am 13.6.2008 fand hierzu das erste von
Helsinki koordinierte, internationale Treffen der Ostseeinitiative
statt.

Die Städte Helsinki und Turku sind sich über die Lage und die Ent-
wicklung der Ostsee bewusst. Die Städte haben sich entschieden,
konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die die Wasserqualität vor Ort
und in der gesamten Ostsee verbessern werden.
Durch die geplante, für die europäische Energieversorgung bedeut-
same Ostsee-Pipeline, erhält die Ostseepolitik für alle anliegenden
Staaten eine neue Dimension. Hierfür initiierten Helsinki und Turku
die Ostseeinitiative „Itämerihaaste“. Mehr als 110 Organisationen
haben sich dieser Initiative angeschlossen. 45 von ihnen haben be-
reits ihre eigenen Maßnahmenkataloge aufgestellt.
Die Initiative wurde im Frühling 2008 durch die Netzwerke Union of
the Baltic Cities und Baltic Metropoles international bekannt. Tal-
linn, Riga und Stockholm haben bereits mitgeteilt, dass sie partizi-
pieren werden. Auch St. Petersburg hat großes Interesse, zu koope-
rieren.

Konkrete Maßnahmen sind gefordert

Die Maßnahmen der Stadt Helsinki beinhalten u. a. ein Sanierungs-
programm der Abwasserkläranlagen, den Umbau des Bauernhofs
Haltiala zu einem ökologischen Musterbauernhof, Abwasseranla-
genumbau in dünnbesiedelten Wohngebieten, Verlagerung von Aus-
baggerungsschlamm und die Verminderung der Umweltbelastungen
durch den Schiffs- und Bootsverkehr. Hier zählt unter anderem die
kostenfreie Abwasserklärung von Passagier- und Cargoschiffen. Die
Stadt Helsinki stellt eigens einen Projektkoordinator zur Verfügung,
um die verschiedenen Projekte und Maßnahmen zu verwalten.

Umweltfreundliche Logistik


Im Bereich Logistik wird Helsinki mit dem neuen Hafen  Vuosaari
neue Maßstäbe für Umweltfreundlichkeit und Effektivität für die
gesamte Ostsee setzen. Zudem haben sich Helsinki und Turku um  
die Finanzierung für einen Umweltplan beworben, der die Belastung
der Häfen und des Schiffsverkehrs im gesamten Ostseegebiet redu-
zieren soll.
Durch das Ballastwasser der Schiffe wurden bereits mehr als ein-
hundert fremde Lebensarten in die Ostsee eingeschleppt. Die Belas-
tungen mit Umweltgiften wie Dioxin oder polychloriertem Biphenyl
liegen in der Ostsee dauerhaft über den EU-Grenzwerten. Die seit
geraumer Zeit existierende Ballastwasser-Konvention wurde in den
meisten Anrainerstaaten noch nicht ratifiziert.

Der Wirtschaftsraum Ostsee hat globale Bedeutung


Aktuell erwirtschaften die im Ostseeraum lebenden Menschen 9%
des gesamten Bruttosozialproduktes der Welt. Darüber hinaus ist die
gesamte Region eine der führenden Wirtschaftsregionen der Welt.
Für die Zukunft ist es entscheidend, mehr Investitionen in die Aus-
bildung sowie Wissenschaften zu tätigen. Die neue Aalto Universi-
tät, welche das Know-how und die Innovationen von verschiedenen
Hochschulen in der Region Helsinki bündel, ist hierbei wegweisend.
In den Universitäten von Helsinki und Turku wurden bereits unter-
schiedliche Forschungsprojekte gestartet. Die Universität von Hel-
sinki will ebenfalls hierfür eine Ostsee-Professur ins Leben rufen.
„Helsinki hat sich für zahlreiche Maßnahmen in der Ostseeregion
eingesetzt“, sagt Jussi Pajunen, Oberbürgermeister von Helsinki. Die
Stadt hat dieses Jahr in der Haushaltsplanung 220.000 Euro in ver-
schiedene Schutz- und Förderungsmaßnahmen investiert.
In Zukunft werden die Metropole Helsinki sowie die Region Turku
ihre Zusammenarbeit erweitern. Hier spielt die Autobahn E18 eine
tragende Rolle, die als Gateway in den Osten dient. Der Helsinki-
Turku-Entwicklungskorridor ist ein Teil des großen nordischen
Dreiecks, welches die Metropolen Stockholm, Helsinki und St. Pe-
tersburg miteinander verbindet.
 
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